Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

“Welchen Chancen bietet Ihnen der Handelsmarkt Türkei?”, 15.11.2012

LGAD Außenhandelsausschuss - Arvena Park Hotel Nürnberg
15. November 2012

“Welchen Chancen bietet Ihnen der Handelsmarkt Türkei?”

Sehr geehrter Herr Maser,
Sehr geehrter Herr Ruhland,
Verehrte Gäste,
Meine Damen und Herren,

ich freue mich, an dieser Veranstaltung des LGAD teilnehmen und Ihnen sprechen zu dürfen. Ich danke dem LGAD für diese Gelegenheit.

Eine der Aufgaben unseres Generalkonsulates besteht darin, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland noch weiter zu verstärken. Wir sind stets bemüht, das Potential unseres Landes und die dortigen Investitionsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Deutschland ist der größte Handelspartner der Türkei, gefolgt. In absoluten Zahlen kommen die meisten Firmen, die in der Türkei Investitionen tätigen, aus Deutschland.
Darüber hinaus tragen die mehr als 4,5 Millionen deutschen Touristen, die jedes Jahr die Türkei besuchen, sowie die circa 3 Millionen in Deutschland lebenden türkischen Staatsangehörigen zu dem großen Reichtum in unseren Beziehungen bei. Türkische und deutsche Firmen tätigen gegenseitig in beiden Ländern Investitionen in großem Umfang. In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen das wirtschaftliche Potential der Türkei in einigen Punkten darstellen.

Meine Damen und Herren,

wenn man über Wachstum und Entwicklung in der Türkei spricht, so denkt man zuallererst an ihre florierende Wirtschaft, ihre sehr junge, dynamische und gut ausgebildete Bevölkerung, ihre qualifizierten und motivierten Fachkräfte, ihre strategische Lage zwischen dem Nahen Osten, dem Balkan, dem Kaukasus und Zentralasien, ihren florierenden Binnenmarkt, ihre historischen Beziehungen zu diesen Regionen, ihren Status als ein in Verhandlung befindlicher EU-Beitrittskandidat, die Zollunion mit der EU, den Unternehmergeist der Türken und ihr Durchsetzungsvermögen. Türkische Investoren sind aufgrund ihrer Partnerschaften mit Investoren aus anderen Ländern auch in Drittländern aktiv.

Betrachtet man in Bezug auf die vergangenen zehn Jahre bestimmte Indikatoren, so denke ich, kann man wirklich einige bemerkenswerte Feststellungen machen und eine allgemeine Tendenz feststellen.

Zunächst einmal verfügt die Türkei über eine sehr junge und dynamische Bevölkerung. 26 Prozent unserer Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Der Anteil der Personen zwischen 14 und 60 Jahren an der Gesamtbevölkerung beträgt 64 Prozent. Der Anteil der über Sechzigjährigen liegt heute bei lediglich 10 Prozent. Der Altersdurchschnitt in der Türkei beträgt 29 Jahre.


Während die Bedürfnisse und Erwartungen dieser jungen Bevölkerung eine wichtige Quelle für die Dynamik der türkischen Wirtschaft darstellt, bietet sie für diejenigen, die in die Produktion investieren wollen, ein großes Potential. Unsere Bevölkerungszahlen von 74 Millionen im Jahr 2011 werden 2013 voraussichtlich 75,8 und 2015 77,6 Millionen erreichen. Mit ihren mehr als 27 Millionen Arbeitskräfte ist die Türkei ist der viertgrößte Arbeitsmarkt im Verhältnis zu den EU-Ländern.

Bedeutung dieser jungen Bevölkerung wird vor allem in Bezug auf den Anstieg unseres Nationaleinkommens in den Vordergrund rücken.

2011 war die Türkei die wachstumsstärkste Volkswirtschaft Europas und eine der wachstumsstärksten der Welt. Mit dem stetigen Wachstum der türkischen Wirtschaft ist auch der Lebensstandard erheblich gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist von 3.492 US-Dollar im Jahr 2002 auf 10.444 US-Dollar im Jahr 2011 angestiegen. Unter den aktuellen Bedingungen wird das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf Schätzungen zufolge in diesem Jahr bei 10.973, im nächsten Jahre bei 11.716 und 2014 bei 12.412 US-Dollar liegen. Außer im Jahr 2009, als die ganze Welt die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zu spüren bekam, konnte die Türkei in den vergangenen zehn Jahren stets Wachstum verzeichnen.

Während die EU-Staaten in den letzten drei Jahren ein schwerer Abschwung und soziale Krisen erfassten, wuchs die türkische Wirtschaft 2010 um 9,2 Prozent und 2011 um 8,5 Prozent. Damit gehört die Türkei zu den Ländern mit den weltweit höchsten Wachstumsraten. Infolge einiger Maßnahmen zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits wird für 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein geringeres Wachstum erwartet. Für 2012 wird ein Wachstum von 4, für 2013 und 2014 von 5 Prozent prognostiziert.
Mit derartigen Verbesserungen in einem so kurzen Zeitraum hat sich die Türkei in der Weltwirtschaft als ein außergewöhnliches Schwellenland etabliert, das 2011 gemessen am Bruttoinlandsprodukt die 16. größte Volkswirtschaft der Welt und die fünftgrößte Volkswirtschaft im Vergleich mit den EU-Ländern war.

Natürlich haben diese Entwicklungen auch positive Auswirkungen auf die Beschäftigung. Wenn wir einen Blick auf die Arbeitslosenquote in der Türkei werfen, so liegt diese mit 9 Prozent im Mai 2012 auf dem niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre. Im Jahr 2002 waren 35 Prozent der Beschäftigten in der Landwirtschaft, 18,5 Prozent in der Industrie, 42 Prozent im Dienstleistungssektor und 4,5 in sonstigen Bereichen tätig. 2012 lag der Anteil für die Landwirtschaft bereits bei 25,5 Prozent, für die Industrie bei 19,5, für Dienstleistungen bei 48,1 und für die sonstigen Bereiche bei 7 Prozent. Diese Zahlen geben einen Hinweis darauf, in welche Richtung sich die Verteilung der Beschäftigung auf die verschiedenen Sektoren entwickelt.

Auch ist infolge einer effizienten Finanz-, sowie einer besonnenen Geldpolitik die Inflationsrate in der Türkei im Jahr 2004 auf einen einstelligen Wert gefallen. Trotz einiger phasenweise auftretender Schwankungen liegt sie auch heute wieder im einstelligen Bereich. Gemäß dem Verbraucherpreisindex lag die Inflation im Juni 2012 bei rund 8 Prozent. Für das Jahr 2012 wird ein Wert von circa 7 Prozent erwartet.


Ebenso lassen sich in Bezug auf den Außenhandel der Türkei bedeutende Entwicklungen verzeichnen. Im Jahr 1995 trat die Türkei der Welthandelsorganisation (WTO) bei und am 1. Januar 1996 ging sie eine Zollunion mit der Europäischen Union ein. Mit der Schaffung der EU-Zollunion im Jahr 1996 begann ein neuer Strukturwandel im türkischen Export.
So stieg das Exportvolumen von 36 Milliarden Dollar im Jahr 2002 auf 135 Milliarden Dollar im Jahr 2011 an. Trotz der negativen Entwicklungen weltweit und in unserer Region erhöhte sich das Exportvolumen im Zeitraum Mai 2011 bis Mai 2012 auf circa 142 Milliarden Dollar. Die Entwicklungen in den letzten Jahren zeigen, dass die Produktion und der Export im Hochtechnologie-Sektor erheblich gestiegen sind. Dazu zählen beispielsweise elektrische und elektronische Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge. Der Exportanteil der verarbeitenden Industrie hat ebenfalls zugenommen.
Die Türkei räumt in ihrer Einfuhrregelung der Liberalisierung türkischer Importe einen hohen Stellenwert ein und erfüllt damit ihre Zusagen im Rahmen der Zollunion mit der EU und ihrer Beziehungen zur EFTA sowie die Verpflichtungen gegenüber der Welthandelsorganisation (WHO). Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Abbau der Zölle, um eine Angleichung an den Gemeinsamen Zolltarif zu erreichen.
Das Importvolumen stieg von 51,6 Milliarden in 2002 auf 240 Milliarden Dollar in 2012. Damit betrug das Außenhandelsvolumen der Türkei im Jahr 2011 375 Milliarden Dollar. In Bezug auf den Import der Türkei spielen Energie, Investitionsgüter und Halbfertigwaren eine bedeutende Rolle. Unser Importziel bis Ende 2012 beträgt 148, für 2013 165 und für 2014 185 Milliarden Dollar. Obwohl sich infolge der getroffenen Maßnahmen das Exportvolumen dem Import in letzter Zeit angenähert hat, besteht in unserer Außenhandelsbilanz noch immer ein Importüberschuss.


Betrachtet man die türkisch-deutschen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, fällt sofort ins Auge, wie eng und wie besonders diese Beziehungen sind. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Türkei und der größte Lieferant von Industrie- und Investitionsgütern. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2010 rund 29 Mrd. US$. Waren im Wert von 17,5 Mrd. US$ exportierte Deutschland in die Türkei. Aus der Türkei kamen Güter für 11,5 Mrd. US$. Aus keinem anderen Land kommt eine größere Zahl von Investoren.

Auch mit Deutschland weist der türkische Außenhandel ein Defizit auf. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig Waren im Wert von etwa vier bis sechs Mrd. US$ mehr aus Deutschland in die Türkei ausgeführt als von dort bezogen. Eine zentrale Ursache ist der fortwährende Ausbau und die Modernisierung der türkischen Industrie, denn Maschinen und Anlagen führen die Liste der deutschen Ausfuhren an den Bosporus an, gefolgt von Automobilen und chemischen Erzeugnissen. Ein interessantes Merkmal der heutigen Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland ist, dass es zu einem immer größeren Teil dieselben Warengruppen sind, die in beiden Richtungen unter den meist gehandelten Waren auftauchen. Zwar führen Textilien und Bekleidung die Liste der aus der Türkei nach Deutschland gelieferten Produkte mit großem Abstand an. Auch Nahrungsmittel sind weiterhin an prominenter Stelle vertreten. Längst werden aber auch Maschinen, Fernseher und Kfz aus türkischer Fertigung nach Deutschland geliefert.

Andererseits, ist die Verschuldung der Türkei im Verhältnis zum Bruttoinlandseinkommen auf 39 Prozent gefallen. Wir zielen darauf ab, dass dieser Wert bis 2014 auf 32 Prozent sinkt. Unsere Schulden gegenüber dem IWF werden wir voraussichtlich im zweiten Quartal 2013 vollständig zurückgezahlt haben und dem IWF 5 Millionen Dollar an Mitteln zur Verfügung stellen. Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklungen sind die Devisenreserven der türkischen Zentralbank auf über 100 Millionen angestiegen. Auch die internationale Kreditwürdigkeit der Türkei erhöht sich trotz der Krisen weiter.

All diese Zahlen spiegeln in groben Zügen die allgemeine Tendenz der türkischen Wirtschaft wider.

Auch die strategische Lage der Türkei stellt einen großen Vorteil dar. Das Land ist eine natürliche Brücke zwischen der Ost-West- und Nord-Süd-Achse und damit ein effizienter und kostengünstiger Standort zur Erreichung der wichtigsten Märkte.
Von der Türkei aus erreicht man in wenigen Flugstunden problemlos zahlreiche bedeutende Regionen und damit 1,5 Mrd. Kunden im Nahen Osten, dem Kaukasus, in Afrika, in Zentralasien und in Europa. Aufgrund dieser Besonderheit hat die Türkei für Firmen, die vorhaben, in den genannten Gebieten zu investieren, einen besonderen Stellenwert. Und aus ebendiesem Grund ist die Türkei zu einem logistischen Stützpunkt und einem Produktionszentrum geworden.
Die geografische, physische und wirtschaftliche Infrastruktur des Landes ist ein großer Pluspunkt für potenzielle Investoren. Neue, technisch fortschrittliche Infrastruktur für Transport, Telekommunikation und Energie, hoch entwickelte, kostengünstige Einrichtungen für den Seetransport, Vorteilhafter Schienentransport nach Mittel- und Osteuropa sowie gut ausgebaute Verkehrswege und Direktlieferung in die meisten EU-Staaten, machen das Land für ausländische Investoren erst recht interessant.

Die junge Bevölkerung in der Türkei, die jüngste im Vergleich zur EU, erhöht nach und nach ihre Qualifikation immer weiter und benutzt mit jedem Tag mehr und mehr die neuen Technologien und sorgt für eine steigende Nachfrage nach neuen Produkten. Im September 2011 überstieg die Anzahl der Internetbenutzer 50 Millionen, während die Anzahl der Breitbandkunden auf rund 13 Millionen und die der Mobiltelefonkunden auf 65 Millionen gestiegen war.


Die Türkei hat sich parallel zum Wirtschaftswachstum der letzten acht Jahre zu einem der am schnellsten wachsenden Energiemärkte entwickelt und baut zügig eine Wettbewerbsstruktur auf. Nach Schätzung der Turkish Electricity Transmission Company wird der Strombedarf der Türkei von 2009 bis 2023 um jährlich 6 % zunehmen. Diese steigende Nachfrage stellt zusammen mit der Marktliberalisierung und der potenziellen Rolle der Türkei als Energiedrehscheibe ihrer Region entscheidende Faktoren dar. Alle drei Faktoren zusammen haben einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung der Investitionsmöglichkeiten in der Türkei.
Die türkische Regierung fördert Investitionen in Energieprojekte in der Türkei durch neue Anreize für erneuerbare Energieträger. So soll durch den staatlichen Einspeisetarif eine Beschleunigung von Investitionsprojekten in den nächsten Jahren erreicht werden.
Der türkische Energiemarkt bietet ein weites Betätigungsfeld: von der Erdölexploration und dem Vertrieb und Export petrochemischer Produkte, über die Stromerzeugung aus allen bekannten Energiequellen bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau. Die Gesamthöhe der Investitionen zur Deckung des Energiebedarfs in der Türkei bis 2023 wird auf ca. 130 Mrd. US-Dollar geschätzt. Die Türkei fungiert aufgrund ihrer strategischen Lage zwischen Asien und Europa als wichtiges Energieterminal ihrer Region. Die Türkei verfügt über eine bedeutende Anzahl von Flüssen und Seen (mit einem Energiepotenzial von ca. 36.000 MW), die ideale Ausgangsbedingungen für kleine und mittelgroße Energieunternehmen bieten. Im Hinblick auf das geothermische Energiepotenzial belegt die Türkei weltweit Platz 7 und Platz 3 in Europa. - Nach Abschluss aller geplanten Investitionen im Bereich geothermische Energie wird dieser Sektor mit einer Gesamtwertschöpfung von 16 Mrd. US-Dollar pro Jahr zur Volkswirtschaft beitragen. Die Türkei hat aufgrund ihres großen Potenzials in der Landwirtschaft und der installierten Kapazität für Biodiesel und Bioethanol gute Voraussetzungen, um sich zu einem europäischen Zentrum für die Versorgung mit Biotreibstoffen zu entwickeln. Zu Schaffung eines gemeinsamen Energiemarktes mit der EU plant die Türkei, ihr Energienetz an den Netzverbund der UCTE (Union für die Koordinierung des Transports von Elektrizität) anzuschließen. Die Regierung bietet attraktive Einspeisetarife für Investitionen in erneuerbare Energie. Die Türkei ist internationaler Spitzenreiter mit der höchsten Wachstumsrate bei Windkraftanlagen. Dabei wird bisher nur 15 % ihres Potenzials genutzt.
Internationale Investoren, die ihre Einschätzung unter Berücksichtigung all dieser Parameter vornehmen, erkennen die beträchtlichen Möglichkeiten in der Türkei - was sich wiederum am Investitionsvolumen, das sich hoffentlich noch weiter erhöhen wird, ablesen lässt.

Internationale Investoren, die ihre Einschätzung unter Berücksichtigung all dieser Parameter vornehmen, erkennen die beträchtlichen Möglichkeiten in der Türkei - was sich wiederum am Investitionsvolumen, das sich hoffentlich noch weiter erhöhen wird, ablesen lässt.

Zwischen 1993 und 2002 wurden durchschnittlich lediglich 1,1 Milliarden Dollar im Jahr investiert. Zwischen 2003 und 2011 jedoch wurden Investitionen im Wert von insgesamt 110 Milliarden Dollar getätigt. Unter diesen führt Deutschland mit über 4.300 Unternehmen mit einigem Abstand.

Hierzu hat neben den Reformen zur Verbesserung des Investitionsklimas auch das Vertrauen in die Zukunft unseres Landes beigetragen. Als Folge der Wirtschaftsreformen konnte Bürokratie abgebaut werden und es dauert inzwischen nur noch wenige Tage, eine Firma zu eröffnen. Zudem gibt die Förderung, denjenigen großen Auftrieb, die in den Bereichen produzieren und Beschäftigung schaffen, die hochentwickelter Technologie bedürfen und von uns als strategisch betrachtet werden.
Und schließlich wurde vor einigen Monaten ein neues System der Förderung umgesetzt. Demgemäß wird in Bezug auf die verschiedenen Regionen und die Bereiche, in denen investiert werden soll, auf unterschiedlichen Ebenen gefördert. Für Unternehmen, die beabsichtigen, in hochentwickelte Technologie zu investieren, ist dies eine unverzichtbare Gelegenheit. Und je früher man investiert, desto größer sind die Fördermöglichkeiten.

Meine Damen und Herren,

Betrachtet man die türkisch-deutschen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, fällt sofort ins Auge, wie eng und wie besonders diese Beziehungen sind.

Die beiden Länder sind durch historische Bande miteinander verknüpft und verfügen über wechselseitige Beziehungen auf einem sehr guten Niveau. Wir eingangs bereits erwähnt, ist Deutschland der größte Handelspartner der Türkei, ihr größter Exportmarkt und ihr größter ausländischer Investor. Jeder sechste Tourist, der die Türkei bereist, kommt aus Deutschland. Außerdem leben rund 3 Millionen Türken in Deutschland. Und die mit Investitionen von circa 8 Millionen Euro von türkischen Landsleuten in Deutschland gegründeten mehr als 70.000 Handelsunternehmen setzen im Jahr etwa 35 Milliarden Euro um. Diese Unternehmen bieten Arbeitsplätze für mehr als 350.000 Menschen, darunter auch Deutsche. Wir verfügen über stabile Beziehungen, die überwiegend im privaten Sektor zustande kommen.
Wir sind bestrebt, unsere Beziehungen mit Deutschland in jeder Hinsicht weiter zu stärken, und sind stets bereit, unseren Beitrag hierfür zu leisten.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!