Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Türkiye ile Almanya arasındaki İşgücü Anlaşmasının 50. yılı (TIAD etkinliği), 10.11.2011

“Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei”

Sehr geehrter Herr Alt,
Sehr geehrter Herr Regierungspräsident Bauer,
Sehr geehrter Herr Fraas,
Sehr geehrter Herr von Vopelius,
Sehr geehrter Herr Mosler,
Sehr geehrter Herr Hızlı,
Verehrte türkische und deutsche Unternehmer,
Meine Damen und Herren,

Die türkische Community nimmt nun in diesem Jahr ihre 50-jährige Existenz in Deutschland wahr.
Zu diesem Anlass haben deutschlandweit sehr viele Veranstaltungen stattgefunden.
Es wurden Ausstellungen eröffnet, Fachvorträge gehalten, Bücher herausgebracht.
Die Medien haben sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und die deutsch-türkische Migration aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Bei diesen Resümees und Momentaufnahmen erkennen wir sowohl die positiven Entwicklungen im gesellschaftlichen Miteinander als auch die Dynamiken, die den Prozess negativ beeinflusst haben.

Wir mussten aber auch Kommentare lesen müssen, in denen sogar der Beitrag der Gastarbeitergeneration für den Aufstieg dieses Landes verleugnet wurde.

Wir wollen aber heute das Glas von seiner vollen Seite her betrachten.

Eine junge Generation von Türken, die den Erfolg in Deutschland bereits genossen hat, hat diese Veranstaltung mit initiiert, zu der wir uns heute hier versammelt haben.
Ich möchte TIAD dafür gratulieren, dass er dazu beigetragen und alle Akteure aus der Wirtschaft hier zusammengebracht hat.
Natürlich gilt mein besonderer Dank auch der Bundesagentur für Arbeit, der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer und dem Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg.

Die Wirtschaft erkennt die richtungsweisenden Interessen immer als erste und ist immer einen Schritt voraus. Somit hilft sie auch der Politik, den richtigen Weg einzuschlagen.
Die Vertreter der Wirtschaft sind mit anderen Worten Visionäre, die den Beitrag der türkischen Community für das Miteinander in Deutschland stärken, aber auch die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei weiter festigen.


Fangen wir doch mit den türkischen Unternehmern in Deutschland an:
72 tausend türkische Unternehmen erwirtschaften derzeit einen Umsatz von 30 Milliarden Euro und bieten für 350 tausend Menschen einen Arbeitsplatz.
Das ist ein großer Aufstieg für eine Gruppe, die sozusagen bei „Null“ angefangen hat.

Türkische Unternehmer haben eine Vorreiterrolle in der Community.
Sie treiben den Aufschwung voran.
Die heutige Veranstaltung ist ebenfalls ein schönes Beispiel für das Miteinander.
Als Preis für ihren Fleiß ernten türkische Unternehmer Anerkennung von einheimischen Akteuren aus der Wirtschaft.

Deutsche Unternehmer, die in der Türkei unternehmerisch tätig sind, stellen die nächste Gruppe von Visionären dar.
Mit ihren Investitionen in einem Gesamtwert von 8,5 Milliarden Euro nehmen sie in der Liste ausländischer Investoren den ersten Platz ein.
Mit über 4.400 hat die sich die Zahl der Joint Ventures deutscher Unternehmen in der Türkei seit 2006 fast verdoppelt.
Die Visionen der deutschen Unternehmer sind richtungsweisend;
sie nutzen die Chance einer wachsenden Türkei.
Mit ihrem Wachstum in den letzten zwei Jahren ist die Türkei längst in der Champions League.
Das Potenzial an wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern ist in der Tat viel höher als es gegenwärtig realisiert wird. Denn es bieten sich neue Bereiche wie zum Beispiel erneuerbare Energien für eine Zusammenarbeit an.
Diese Alternative betonte auch Präsident Gül bei seinem vor kurzem stattgefundenen Deutschland Besuch.

Deutschland ist und bleibt der wichtigste Handelspartner der Türkei. 2010 betrug das Handelsvolumen 26 Milliarden Euro.

Eine dynamische Unternehmenswelt spielt für die Beziehung zwischen den Türken in Deutschland und der Mehrheitsgesellschaft, aber auch für die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei eine sehr wichtige Rolle.
Eine Unternehmenswelt, in der Innovation, Konkurrenz und Kooperation gut vernetzt ist, ist somit für alle Akteure von großem Nutzen.
Ich wünsche mir eine Politik, die sich von solchen Visionen inspirieren lässt.

Und ich möchte noch einmal mit dem Slogan abschließen:
Gemeinsam sind wir stark!