Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Türk Alman Kadınlar Kulübü Balosunda yapılan konuşma, 07.05.2011

Verehrte Gäste,


 


verglichen mit anderen Themen, ist es unumgänglich, ein Grusswort zum Thema Frauen viel farbiger und bunter zu gestalten. Wenn Sie gestatten, möchte ich mit einem freiübersetzten Gedicht  beginnen; ich glaube, viele der hier Anwesenden kennen dieses Gedicht im Original.




Und die Frauen,

unsere Frauen:

ihre Hände, schrecklich und heilig,

mit ihren dünnen, kleinen Kinns,  großen Augen

unsere Mutter, unsere Gattin, unsere Geliebte


so sterben sie, als hätten sie nie gelebt


und ihr Platz an unserem Esstisch


an dem sogar unser Vieh vorrangig Platz hat


und wir im Gefängnis saßen, weil wir sie in die Berge entführt haben,


und bei Getreide, Tabak, Holz, und auf dem Markt


und vor den Pflug gespannt


und im Stall


im Glanz der Messer, die in der Erde stecken,


mit ihren lockeren und schweren Hüften und Glöckchen, uns gehören


Frauen,


unsere Frauen


 


Sogar dieses Gedicht mit seinen eher fremdklingenden Umschreibungen macht uns deutlich, dass das Thema “Frauen” vielschichtig ist.


Das Thema umfasst ein breites Spektrum von unterdrückten Frauen bis zu Frauen, die den Fortschritt eines Landes symbolisieren.


Ich möchte den heutigen Benefiz-Ball des Deutsch-Türkischen Frauenclubs als Anlass nutzen und auf beide Aspekte dieses Themas eingehen.


 


Zahlenmäßig bilden die Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung und somit die Hälfte aller Gesellschaften. Wichtiger als ihre Zahl ist aber die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Den Entwicklungstand einer Gesellschaft legt der Entwicklungsstand der Frau fest.


Aber leider ist auch in fortgeschrittenen Ländern, siehe auch Deutschland, zum Beispiel die „Frauenquote“ immer noch ein Thema.  Es ist immer noch ein Bedürfnis aller Länder dieser Welt, dass Frauen sowohl auf allen politischen als auch auf beruflichen Ebenen wichtige Aufgaben übernehmen. 


Auch in Migrantionsgesellschaften spielen Frauen eine wichtige Rolle. Sie tragen den sozialen und den wirtschaftlichen Fortschritt des Landes mit.  Wir können ihnen mittlerweile überall begegnen, in der Politik, Wirtschaft, in der Bildung aber auch der Kunst und der Kultur.


Und sie haben die Funktion, zwei Gesellschaften einander näher zu bringen und sie zu verschmelzen. Auch die deutschen und türkischen Mitglieder des Frauenclubs, überwiegend Akademikerinnen, Pädagoginnen und Künstlerinnen unter ihnen,  sind erfolgreiche Frauen, die dem Miteinander sehr viel beitragen.  Sie sind in den Bereichen Kultur, Soziales und der Bildung sehr aktiv. Die Aktivitäten, die sie seit 20 Jahren vollbringen, sind qualitativ hochwertig und verdienen großes Lob. 


 


Mein besonderer Dank gilt Frau Suzan Menzel für ihre Bemühungen, auch neue Generationen für den Frauenclub zu gewinnen. Da sie ein Kulturmensch  ist, legt sie  großen Wert auf ein hohes Niveau bei ihren Aktivitäten.


 


Die Mitgründerin des Frauenclubs, Frau Serdaroğlu, ist heute auch unter uns. Ich möchte mich ganz herzlich bei ihr bedanken. Es macht sie bestimmt sehr glücklich, zu erleben, dass ihr Verein nun schon seit 20 Jahren besteht, sich in den vergangenen Jahren stets erneuert und weiterentwickelt hat.


 


Mein Dank gilt auch den deutschen Mitgliedern des Frauenclubs, die mit Leidenschaft gemeinsame Pläne zum Wohl eines gelungenen Miteinanders schmieden.


 


Natürlich darf besonders heute eine wichtige Rolle der Frau nicht zu kurz kommen; nämlich die Rolle der Frau als Mutter, ihre vielleicht natürlichste und heiligste Rolle. “Das Paradies liegt den Müttern unter ihren Füssen“ sagt ein türkisches Sprichwort. In diesem Sinne, alles Gute zum Muttertag.


 


Ich gratuliere dem 20 jährigen Bestehen des Frauenclubs und wünsche den Mitgliedern viele  weitere erfolgreiche Jahre. Uns wünsche ich allen einen schönen und angenehmen Abend.


 


Vielen Dank