Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Cumhuriyet Resepsiyonu konuşması, 29.10.2009

Sehr geehrte Staatsministerin Frau Müller,


Sehr geehrte Staatssekretären und Parlamentarische Staatssekretärin Frau Wöhrl,


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Maly,


Verehrte Regierungspräsidenten, Abgeordnete und Bürgermeister,


Sehr geehrte Landräte und Polizeipräsidenten,


Liebe Landsleute und werte Gäste,


es bietet mir eine große Ehre und große Freude, den 86. Jahrestag der Gründung der Republik Türkei in Deutschland, im Land unserer deutschen Freunde zu feiern.


Herzlich willkommen.


 


Ich danke Ihnen allen sehr, dass Sie unsere Freude und unsere Begeisterung


an diesem frohen Jahrestag mit uns teilen.


 


Ich werde meine Rede zwar in deutscher Sprache halten, würde aber vorerst gerne zu den anwesenden Mitgliedern der Türkischen Community sprechen


und mit Zitaten aus seiner Grossen Rede zum 10. [zehnten] Jahrestag der Republik


den großen Atatürk in Erinnerung rufen.


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„Sevgili vatandaşlarım,


 


En büyük bayramımız, Cumhuriyetimizin 86.yıldönümü kutlu olsun.


Cumhuriyetimizin kurucusu ulu önderimiz Atatürk, en büyük eserinin 10.yıldönümü nutkunda şiir tadındaki güzel ifadeleriyle halkımıza hitabında:


 


Ebediyete akıp giden her on senede, bu büyük millet bayramını, daha büyük şereflerle, saadetlerle, huzur ve refah içinde kutlamayı gönülden dilemiştir.


 


Asla şüphem yoktur ki, Türklüğün büyük medeni kabiliyeti, bundan sonraki inkişafı ile, geleceğin yüksek medeniyet ufkundan, yeni bir güneş gibi doğacaktır  demiştir.


 


Yine bu Nutkunda, Türk milletinin „bütün beşeriyette hakiki huzurun temini yolunda, kendine düşen medeni vazifeyi başarıyla yapacağını ifade etmiştir.


 


Bugünün Türkiyesinin Atatürkümüzün vizyonundaki  bu küresel katkıyı gerçekleştirme yolundaki gayretlerine tekrar Almancaya dönerek  değinmek istiyorum.“


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Meine Damen und Herren,


die Vision Atatürks, welche ich gerade auf Türkisch wiedergegeben habe, sieht vor, dass die Türkei für den Frieden und für den Wohlstand der Menschheit ihren eigenen Beitrag erfolgreich leistet. Auch die heutige Türkei bemüht sich sehr und arbeitet stets eifrig an ihrer Aufgabe als Friedensvermittler.


 


Die Republik Türkei in ihrem 86. Jahr genießt eine mehrheitliche Demokratie und kulturelle Vielfalt. Sie verfügt über eine junge und dynamische Bevölkerung. Ihre Wirtschaft ist die sechstgrößte in Europa und die siebzehntgrößte in der Welt.


Die Türkei spielt eine aktive Rolle für den Erhalt des Friedens, der Stabilität und der Sicherheit in einem breiten Gebiet um sich herum und entwickelt zahlreiche Friedensprojekte.


Die “Plattform für Stabilität und Zusammenarbeit in Kaukasien”,


die “Initiative Nachbarländer des Irak”,


der “Vermittlungsprozess zwischen Israel und Syrien”,


die “Schwarzmeer - Wirtschaftskooperation”,


der “Südosteuropäische Kooperationsprozess”


sowie die “Allianz der Zivilisationen”


stellen nur einige Beispiele für Projekte dar, die auf Initiative der Türkei begonnen haben. Diese Projekte dienen nicht nur dem regionalen, sondern auch dem globalen Frieden.


 


Auch die Europäische Union hat ein großes Interesse an all diesen Regionen. Alle Errungenschaften der Türkischen Außenpolitik werden mit der Vollmitgliedschaft in die EU auch in die europäische Außenpolitik mit einfließen.


 


Dies stellt eine große Synergie dar. In Wirklichkeit hängt diese Synergie mit der EU-Vision, mit dem Streben nach einer friedlichen globalen Machtstellung, sehr eng zusammen. Die Türkei und die Europäische Union haben es gemeinsam zum Ziel, eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Ordnung gegen regionale und globale Herausforderungen aufzubauen.


 


Die Beziehungen der Türkei zum großen EU-Land Deutschland sind tief verwurzelt und von ganz besonderer Natur. Dazu kommt die menschliche Dimension nach dem Zweiten Weltkrieg, die die Wechselwirkung beider Staaten untereinander auf allen Ebenen weiter gestärkt und erhöht hat. In Deutschland leben zur Zeit über 3 Millionen Türkischstämmige.


 


Die türkische Community mit ihrem inzwischen fast 50-jährigen Dasein in Deutschland hat sich im Laufe der Jahre zu einer sehr heterogenen und wandelnden Gruppe entwickelt. Wir stellen auf der einen Seite Erfolgsgeschichten von Unternehmern, Akademikern und Politikern türkischer Herkunft fest; auf der anderen Seite gibt es mehrere Problemfelder wie z.B. die Bildung.


 


Wir brauchen heutzutage in der globalen Welt Menschen, die unterschiedliche Sprachen und Kulturen gut beherrschen, sich in ihnen Zuhause fühlen und zwischen ihnen vermitteln können. Genau deswegen stellen in Deutschland aufgewachsene und ausgebildete Türken eine große Energiequelle dar. Aus diesem Grund bin ich der Überzeugung, dass Investitionen in die Qualifizierung der türkischstämmigen Mitbürger gleichzeitig auch eine Investition für die Zukunft aller Beteiligten bedeuten.


 


Aus dieser Perspektive heraus begrüße ich den Appell des ersten Integrationsministers Herrn Armin Laschet an Deutschland sehr. Er unterstreicht die Notwendigkeit der „nachholenden Integration“ - diesmal aus einer anderen Perspektive. Der Minister hebt hervor, dass Deutschland in dieser Sache seine wahren Fähigkeiten einsetzen muss. Dabei ist seine Kernforderung nach der Verwirklichung der “Dritten Einheit” mehr als ein Appell. Seine nüchterne Feststellung bringt einen längst begonnenen und unumkehrbaren Prozess zum Ausdruck. “Die Anwerbung“,    sagt der Integrationsminister, „hat das Gesicht Deutschlands ein für alle Mal verändert!”


 


Ich wünsche mir auch, dass die türkischstämmigen Menschen in Deutschland ihren Beitrag, der sowie in der Anwerbe-Phase als auch danach erfolgte, mit erhöhtem Engagement weiter einbringen.


Natürlich wünsche ich mir auch eine gemeinsame und starke türkisch-europäische Zukunft und die volle Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union.


 


Geltung der universellen Werte, Erhöhung des Wohlstandes und Herstellung der Sicherheit in einer der bedeutsamsten Region der Welt ist unser gemeinsames Ziel; für dessen Verwirklichung die Republik Türkei ihren Beitrag weiter leisten wird.


 


Sehr verehrte Gäste,


bevor ich abschließe, möchte ich mich auch recht herzlich bedanken für die Verwirklichung dieses Empfanges:


-     bei meinem Personal, in erster Linie beim Herrn Abdullah Tüylü und Herrn Adem Kuru,


-     bei unseren Sponsoren, den türkischen Unternehmen, die uns unterstützen,


-     bei dem Kulturattache Nordzyperns, Herrn Turgay Hilmi und seinem Quintett, die die Deutsche und die Türkische Nationalhymne so schön gespielt haben und uns noch ein kurzes Konzert geben werden,


-          beim Herrn Oberbürgermeister Dr. Maly, der trotz eines anderen fast zeitgleichen Termins heute hier anwesend ist, und sich gleich im Anschluss mit einem kurzen Grußwort, zu dem er sich auf meine Bitte hin freundlicherweise bereit erklärt hat, an uns richten wird


-          und bei Frau Wöhl für das Grußwort, im Anschluss an Dr. Maly.


 


Natürlich verehrte Gäste,


bedanke ich mich auch bei Ihnen herzlich, dass Sie meine Einladung angenommen haben und heute an unserer Feier teilnehmen.


 


Danke Schön!