Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Kilise Konferansı'nda yapılan konuşma, 21.03.2011

Sehr geehrter Herr Dekan,


Sehr geehrte Damen und Herren,


 


Zu Beginn möchte ich mich für Ihre Einladung, zu der ich sehr gerne gefolgt bin, recht herzlich bedanken.


Ich freue mich, heute mit Ihnen hier anwesend zu sein.


 


 


Die Geschichte der Menschheit ist zum größten Teil eine Geschichte von Wanderungen und Migrationen. Und jeder Migrationsprozess ist einzigartig.


Dies gilt auch für die türkische Migration nach Deutschland, die in den 60er Jahren als Arbeitsmigration begann und mittlerweile mehrere Generation umfasst.


 


Die Entwicklung dieses mittlerweile bereits 50 Jahre alten Prozesses beinhaltet mehrere Aspekte, über die jeweils einzeln diskutiert werden kann, wir aber heute bei dieser Konferenz nicht alle ansprechen können.


 


Themen, die ich heute ansprechen werde, möchte ich allgemein in zwei Abschnitte unterteilen.


Als erstes möchte auf Probleme wie sogenannte „Ghettobildung“ und „Parallelgesellschaft“ hinweisen und den Schwerpunkt auf die Gründe hierfür legen.


Und als zweites möchte ich den Einfluss politischer Akteure und Meinungsmacher auf diesen Prozess, im Hinblick ihrer Haltung und ihren Aussagen der  türkischen Community gegenüber, thematisieren.


 


 


Sehr geehrte Damen und Herren,


 


Die Gründe für die Probleme in der heutigen Zeit


Die Geschichte der türkischen Migration in die Bundesrepublik begann mit einem Abkommen aus dem Jahr 1961. Dieses Abkommen diente ursprünglich der Regelung der Anwerbung von Arbeitskräften.


Es sollte zunächst für ein Jahr gelten und blieb bis 1973 in Kraft.


 


Die Angeworbenen sollten sich nur zwei Jahre in Deutschland aufhalten. Diese Klausel wurde 1964 aufgehoben.


Es begann hiermit ein Prozess, der von allen Vertragspartnern als vorübergehend betrachtet wurde.


 


Dass die Wohnverhältnisse sehr bescheiden und der soziale Kontakt der Arbeitsmigranten mit der Mehrheitsgesellschaft – sie wurden Gastarbeiter genannt - sehr beschränkt war, sollten bereits zu Beginn Faktoren werden, die sich auf eine lange Zukunft maßgebend negativ auswirken sollten.


Die Annahme, der Aufenthalt wäre nur für vorübergehend, verhinderte sogar bis in die 90er Jahre hinein, gezielte Integrationsmaßnahmen ins Leben zu konzipieren und sie umzusetzen.


 


Türkische Gastarbeiter, die ab 1961 im Rahmen des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens nach Deutschland kamen, bildeten bis zur Rezession im Jahr 1966/67 eine relativ kleine Gruppe.


Sie wohnten in abgeschotteten Wohnheimen und ihre Beziehung zu der deutschen Umwelt war sehr eingeschränkt.


 


Für die deutsche Gesellschaft waren sie „Gäste“ und selber wollten sie ursprünglich nur ein paar Jahre in Deutschland arbeiten und mit dem erarbeiteten und ersparten Geld eine Existenz in der Türkei aufbauen.


 


Als 1973 ein Anwerbestopp eingeführt wurde, bildeten die Türken aber bereits die größte Gastarbeitergruppe im Land.


Es waren schon über 1 Millionen Menschen, darunter viele Familien, deren Kinder in eine deutsche Schule gingen und die Berührungsfläche zwischen Gastarbeitern und der Mehrheitsgesellschaft deutlich erweiterten.


 


Ghettobildung


Bis zum Zeitpunkt des Anwerbestopps wohnten auch sehr viele Türken in den Stadteilen wie Berlin-Kreuzberg oder Köln-Mühlheim.


Anders ausgedrückt: die Entstehung von sogenannten Türkenghettos fand vor allem zwischen 1969 und 1973 statt, also in der Phase der Massenanwerbung.


Es gab in dieser Phase keine Wohnpolitik, die die hohe Wohnkonzentration von Gastarbeitern in bestimmten Stadtteilen entlasten konnte.


In diesen und in den folgenden Jahren zogen immer mehr Gastarbeiterfamilien in diese sanierungsbedürftigen Stadteile, in denen es relativ einfacher war, eine Wohnung zu bekommen.


Sogenannte Ghettos waren also von Anfang an da und gehören zu den Wesensmerkmalen des migrationsbedingten Daseins von Türken in Deutschland.


 


Parallelgesellschaften


In den aktuellen Diskussionen fällt sehr oft der Begriff von „Parallelgesellschaften“.


Die türkische Migrationsgeschichte zeigt aber, dass diese Formation nicht neu ist. Sie hat ihren Ursprung in der Anwerbephase und nicht zuletzt in dem Unterlassen einer gezielten Wohnpolitik.


 


Mit Parallelgesellschaften hat man heute die Ballungsgebiete fest im Visier, in die einst ehemalige Gastarbeiter und ihre Familien einzogen.


 


Diese Stadtteile haben mit anderen Worten die Anwerbephase überlebt.


Sie gehören weiterhin zu den Wohngebieten sozial schwacher Bevölkerungsgruppen.


 


Damals gehörten ja auch die Angeworbenen und ihre Familien nicht zu den sozial starken Gruppen.


 


Heute leben in solchen Stadtteilen Migranten der Zweiten und Dritten Generation, die den Aufstieg nicht geschafft haben. Sie gehören zu den Verlierern der Migrationsgeschichte.


In diesen Stadtteilen leben aber auch sehr viele Migranten aus anderen Ländern, die erst in den 90er Jahren und später nach Deutschland kamen.


Nicht selten finden wir unter den Bewohnern solcher Stadtteile auch Deutsche, die sogar in der Dritten Generation von staatlichen Unterstützungen leben.


Egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund - wer irgendeine Möglichkeit findet, zieht aus diesen Stadtteilen, aus diesen Ballungsgebieten, aus.


 


Mit dieser Ausführung möchte ich aber die herrschende Situation in solchen Ballungsgebieten weder verharmlosen noch verschönern.


Gerade in diesen Stadtteilen muss die „nachholende Integration“, wie der Migrationsforscher Klaus Bade feststellte, die oberste Priorität haben. Gerade hier sind notwendigste Maßnahmen unumgänglich.


 


In diesen Stadtteilen finden wir sehr viele, deren Lebenspartner aus der Türkei nachgeholt sind;


es sind Lebenspartner, die der deutschen Sprache meistens nicht mächtig sind.


Kontakte zur  deutschen Gesellschaft sind sehr eingeschränkt.


In diesen Familien wachsen die Kinder zwischen zwei Welten auf.


 


Ich möchte an dieser Stelle zur Erinnerung bringen, dass auch in den 70er und 80er Jahren über die damalige Kindergeneration die gleiche Lage konstatiert wurde. „Kulturkonflikt“, „Identitätskrise“ und „Isolation“ waren damals die gängigen Begriffe in der Fachforschung.


 


Entwicklung 1990 bis heute


Meine Damen und Herren,


In der ersten Hälfte der 90er Jahre zeigte sich eine weitere Entwicklung, die über den Integrationsprozess von Türkischstämmigen sehr aufschlussreich ist.


Mit der Wiedervereinigung wanderten Millionen von Aussiedlern nach Deutschland, für deren Integration wirksame Maßnahmen ergriffen wurden.


Diesen Menschen wurden gleich von Beginn an Sprachkurse, Finanzleistungen und Arbeitsplätze angeboten. Solche Angebote hatten die ehemaligen Gastarbeiter und ihre Kinder niemals genossen.


 


Es sind genau die richtigen Maßnahmen für die Integration von Großgruppen. Sie zeigen uns auch, dass Deutschland fähig ist, quantitativ große Gruppen zu integrieren.


 


Desweiteren trug die deutsche Einheit nicht nur zur territorialen Veränderung Deutschlands bei, sondern war gleichzeitig ein Prozess, der deutliche Grenzen zwischen „wir“ und „die Anderen“ aufwies.


 


In dieser Konstellation war sehr schnell klar, dass Migranten, insbesondere Türken, nicht ein Teil des neu aufkommenden Wir–Gefühls waren.


Die psychologische Wirkung der Wiedervereinigung auf die Türken in Deutschland war ein Empfinden von Ausgrenzung. An dem neu entstandenen Wir-Gefühl konnten sie nicht teilnehmen.


 


Die Anschläge nach der Wiedervereinigung in Mölln und Solingen haben diese Empfindung noch mehr verstärkt. Auf die Negativdarstellung der Türken in der Öffentlichkeit, vor allem durch die Medien, werde ich noch näher eingehen.


 


Erst 10 Jahre nach der Wiedervereinigung, nach 2000, wurden die ersten gezielten und gebündelten Maßnahmen für die Integration von Migranten ergriffen. Zu diesen Maßnahmen zählen vor allem die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen als Pflichtkurse.


Sie waren eigentlich längst fällig gewesen, sie sollten eigentlich spätestens in den 80er Jahren eingeführt sein.


 


 


Verhalten und Aussagen der Meinungsmacher


Meine Damen und Herren,


 


es wäre nicht übertrieben, wenn ich sage, dass in den Integrationsdebatten seit fast 40 Jahren vielmehr ein negatives Migrantenbild im Mittelpunkt stand und auch heute steht.


 


Die sozialdemokratisch-liberale Politik verlange bis zum Regierungswechsel im Jahre 1982 einerseits die Integrationsbereitschaft, andererseits unterstrich sie den Gaststatus auch weiterhin.


 


Diese Tradition wurde auch von der konservativ-liberalen Regierung fortgesetzt. Zu Beginn der Kohl-Ära unterstrich man diese staatspolitische Haltung mit einem Rückkehrförderungsgesetz: Aus den Gastarbeitern wurden nun ausländische Arbeitnehmer und ihre Nachkommen waren weiterhin Gäste.


 


Das Thema Islam wurde zu Beginn der Migration nie negativ definiert. Es wurde sogar nie thematisiert.


Die Problematisierung des Islam und des Muslimseins von Türken beschränkte sich in den 80er Jahren auf bestimmte Gruppen und Organisationen.


 


Eine signifikante Verschiebung der Wahrnehmung und der damit einhergehenden Negativzuschreibung fand nach dem 11. September statt.


Und in aktuellen Diskussionen wird der Islam überwiegend negativ dargestellt.


 


Diskussionen zum Beispiel über Moscheebauten gehen mit einer großen Panik einher, obwohl der erste türkische Gastarbeiter zugleich muslimischen Glaubens war.


Die Forderung nach dem Auszug aus den „Hinterhöfen“ in neu erbaute Moscheen aus den 80er Jahren wird nun als eine Vorstufe einer negativen Entwicklung angesehen.


 


Heute gibt es in Deutschland Tausende von türkischstämmigen Selbständige. Sie versuchen täglich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und werden nicht selten als Döner-Verkäufer verspottet. Ihr Beitrag beschränke sich ja nur auf primitivste Dienstleistungen.


 


Auch im Bereich der Bildung werden Migrantenkinder als „nicht erfolgreich“ abgestempelt, ohne dass systembedingte Probleme wie Frühselektion in Betracht gezogen werden.


 


Die Folgen dieses Selektionsmechanismus im Bereich der Bildung und in der Arbeitswelt werden völlig ausgeblendet und als „Integrationsverweigerung“ verstanden.


 


Die zuvor genannte Wohnsituation wird meistens außer Acht gelassen und den Migranten wird nicht selten vorgeworfen, nur untereinander zu leben.


 


Es kam auch nicht selten vor, dass viele verantwortlichen Politiker Migranten türkischer Herkunft zu einem parteipolitischen Thema machten oder zum Hauptthema eines Wahlkampfes erhoben.


 


Diese Art der Debattenführung hat durchaus das Miteinander negativ beeinflusst. Ich bin fest davon überzeugt, dass statt solcher Negativierungen eine unterstrichene Anerkennung mehr für die Integration beigetragen hätte.


 


Obwohl über Türkischstämmige ein negatives Bild in Deutschland überwiegt, gibt es auch verantwortungsbewußte Politiker in Deutschland, die mit einer Vision handeln.


Als Beispiel dafür möchte ich an erster Stelle Herrn Bundespräsidenten Wullf, aber auch Herrn Armin Laschet, den ersten Integrationsminister NRWs nennen.


Gerade die Analyse und Zukunftsvision des zuletzt Genannten halte ich persönlich für sehr richtig und wichtig.


 


Laschet vs. Sarrazin


Armin Laschet hat seine Thesen Ende 2009 in seinem Buch „Aufsteigerrepublik“ veröffentlicht. Diese Thesen sind im Kontext der Integration für die Zukunft Deutschlands von hoher Bedeutung.


Herr Laschet ist fest davon überzeugt, dass der Schlüssel einer erfolgreichen Integration sowohl in einer Mentalitäts- als auch einer strukturellen Veränderung liegt, die den Migranten die Chance für einen Aufstieg bietet.


 


Er schlägt in seinen Thesen die „dritte Einheit“ vor und betont, dass Deutschland fähig ist, diese zu verwirklichen.


 


Laschet bezeichnet die abgeschlossene Integration von Vertriebenen als die erste und zur Zeit weiter fortgesetzte Ost-West-Integration sowie die Integration von Aussiedlerin als die zweite „Einheit“.


Bei der Verwirklichung der „dritten Einheit„ – damit ist die Integration von Migranten gemeint - sind laut Laschet Gleichheit und Akzeptanz die Schlüsselbegriffe.


Diese konstruktiven Thesen stießen bei öffentlichen Diskussionen leider nur auf wenig Interesse.


 


Dagegen fand ein anderer Beitrag im letzten Herbst große Resonanz und wird weiter diskutiert. Damit meine ich die Thesen von Herrn Sarrazin.


Nach Sarrazin übertragen sich angeblich niedere und unproduktive Eigenschaften der Migranten auf Folgegenerationen.


 


Seine Thesen gehen soweit, dass all diese Uneigenschaften genetisch bedingt seien.


Diese Behauptungen dienen leider nur der Legitimierung eines Ungleichheits-Gedankens. Sie sind weder wissenschaftlich belegt noch ethisch korrekt,


sie schaden nur der Akzeptanz der Migranten in der Gesellschaft und dem Wir-Gefühl, was für den Integrationserfolg von großer Bedeutung ist.


Die Thesen von Sarrazin sind mit anderen Worten weder integrations- noch zukunftsfördernd.


 


Gerade heute, angesichts der demographischen Prognosen, müsste man an sich nicht mit pseudo-genetisch untermalten Thesen vorgehen.


Natürlich sollen und müssen wir über Integration sprechen und diskutieren.


Dazu gehört aber auch die Tatsache, dass gebildete und hochqualifizierte Migranten, die der Zukunft Deutschlands einen Beitrag leisten könnten, auswandern.


 


Broschüre


Solche gut ausgebildete und qualifizierte Türkischstämmige, die aber nicht ausgewandert sind, sondern hier leben und arbeiten, stehen auch im Mittelpunkt einer Broschüre, die wir als Generalkonsulat vor Kurzem erarbeitet und herausgebracht haben.


Für diese Broschüre mit dem Titel „Aufstieg durch Bildung“ war auch das Buch von Armin Laschet eine Inspirationsquelle.


 


Mit dem Ziel, türkischstämmige Jugendliche in Deutschland für eine Schul und Berufsbildung zu motivieren, aber auch die Öffentlichkeit über positive Erfolgsbeispiele in Kenntnis zu setzen, haben wir in dieser Broschüre 36 Junge Türken, alles Kinder aus Gastarbeiterfamilien in 2. und 3. Generation in und um Nürnberg, über ihre Erfolgsgeschichten berichten lassen.


 


Schluss


Meine Damen und Herren,


Am Anfang meiner Rede habe ich versucht, vor allem die Probleme und die Schwierigkeiten der sogenannten Gastarbeitergeneration etwas näher zu erläutern.


Wir können also sagen, dass die ersten 35 Jahre der 50 jährigen türkischen Migrationsgeschichte aufgrund fehlender Maßnahmen und bereits genannter Probleme „verloren“ sind


– „verloren“ in dem Sinne, weil diese Generation weder die Kompetenzen noch gegebene Möglichkeiten oder Voraussetzungen hatte, sich in der Gesellschaft sozial aufzuarbeiten.


 


Sie musste überhaupt den ersten Schritt in dem neuen Lande machen und versuchen, trotz großer Hürden Fuß zu fassen und anzukommen. So gesehen war ihr Beitrag keineswegs gering. Eine Anerkennung hat diese Generation auf jeden Fall verdient.


 


Der soziale Aufstieg begann im engeren Sinne erst bei der zweiten, vor allem aber bei der dritten Generation


So finden sich z.B. unter ihnen, wie in unserer erwähnten Broschüre auch, Juristen, Mediziner, Ingenieure, Künstler und sogar Politiker, die es bis in das EU-Parlament geschafft haben.


 


Dazu muss ich auch sagen, dass unsere Auswahl für die Broschüre eher zufällig erfolgte.


Als wir nach kurzer Zeit später mehr als 30 Beiträge hatten, mussten wir auf viele Eingereichte verzichten.


Vor allem aber nach der Veröffentlichung gingen bei uns viele Anfragen an – Anfragen von Menschen aus der Metropolregion Nürnberg, die wissen wollten, ob wir eine zweite Broschüre planen und ob sie dazu einen Beitrag ihren beisteuern könnten.


 


Was ich hiermit meine, ist eine einfache und erfreuliche Tatsache:


 


Nicht selten begegnen wir heute jungen erfolgreichen Unternehmern türkischer Herkunft.


Deren Zahl wird mittlerweile über 80.000 geschätzt.


Sie verkaufen längst nicht mehr Obst oder Döner, leisten mit ihren Investitionen über mehrere Millionen Euro und mit Umsätzen in zweistelligen Milliardenbereichen einen wichtigen Beitrag zur deutschen Wirtschaft, ganz zu schweigen von den Arbeits- und Ausbildungsplätzen, mit denen sie den deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt zusätzlich entlasten.


 


Wir können also behaupten, dass die türkischen Migranten erst in den letzten 15 Jahren angefangen haben, ihre Probleme und schwierige Lage zu überwinden;


nicht wenige sind jetzt unterwegs, sich in der Gesellschaft erfolgreich zu behaupten und das hiesige Leben in allen Bereichen mitzugestalten.


 


Auch wenn die ersten 35 Jahre der türkischen Migrationsgeschichte nicht gerade einfach waren, sind wir doch sehr froh und zuversichtlich, dass sich die Situation im letzten Drittel zum Positiven gewendet hat.


 


Es kommt in diesem Zusammenhang nicht zuletzt darauf an, die Leistungen vor allem der jüngeren Generation anzuerkennen.


Namen wie Cem Özdemir, Fatih Akin oder Mesut Özil sind untrennbar mit dieser Generation verbunden.


 


Ich bin guter Hoffnung, dass sich diese positiven und sehr erfreulichen Entwicklungen weiterhin fortsetzen und der gemeinsamen Zukunft beitragen werden.


 


Mit etwas Mühe und mehr Anerkennung werden die Folgegenerationen der „Gastarbeiter“ die Migrationsgeschichte ihrer Eltern mit ihren Erfolgsgeschichten überschatten.


 


Vielen herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit.