Türkiye Cumhuriyeti

Nürnberg Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

TIAD'ın "Kadın" konulu etkinliği vesilesiyle yapılmış konuşma, 26.10.2010

Sehr geehrter Herr Hızlı,


 Sehr geehrte Frau Menzel,


Sehr geehrte Frau Hiller,


Verehrte Gäste,


 


Zuerst möchte ich mich für die Einladung zu dieser Veranstaltung bei den Vorsitzenden des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins und des Deutsch-Türkischen Frauenclubs bedanken. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für den heutigen Abend übernommen.


 


Quantitativ betrachtet bilden Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung und somit auch die Hälfte der Gesellschaften, in denen wir uns befinden. Qualitativ gesehen finde ich die Stellung der Frau viel wichtiger.


Denn der Entwicklungs- und Partizipationsstand der Frauen legt den Entwicklungstand einer Gesellschaft fest.


 


Es ist in unserem Zeitalter immer noch ein Bedürfnis aller Länder, dass Frauen sich sowohl in das gesellschaftliche, das politische oder das berufliche Leben integrieren. Und ein noch größeres Bedürfnis ist die Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen, beruflichen oder politischen Geschehen.


Die Rolle der Frauen im Integrationsgeschehen ist meiner Meinung mindestens genau so wichtig wie die Rolle der Männer.


Ich würde sogar sagen, dass die Rolle der Frauen am Integrationsgeschehen viel wichtiger ist. Denn auf der einen Seite müssen Frauen generell einiges nachholen. Auf der anderen Seite haben wir im Integrationsgeschehen generell Nachholbedarf.


Gerade an diesem Punkt verfügen Frauen über großes Potenzial, das sie einbringen können.


 


Auf der anderen Seite werden in der Öffentlichkeit türkische und muslimische Frauen leider zum grössten Teil als unterdrückte „Kopftuchmädchen“ dargestellt. Was in Wirklichkeit, Gott sei Dank, nicht der Fall ist.


 


Die Zahl der Frauen in qualifizierten Berufen in der Türkei zum Beispiel ist recht hoch. Demnach bilden Frauen 40% der Hochschullehrer, 37% aller Architekten, 30% der Ärzte und 33% aller Rechtsanwälte.


 


Zur Zeit liegt die Zahl der Politikerinnen unter 10 %. Eigentlich haben Frauen in der Türkei viel früher als in manch anderen Ländern, nämlich 1930 bei Kommunalwahlen und 1934 bei den allgemeinen Wahlen das Recht bekommen, zu wählen und gewählt zu werden.


Auch wenn die Frauen in der Politik die erwünschten Zahlen noch nicht erreicht haben, ist die Tendenz steigend.


 


Auch in der Metropolregion haben wir sehr erfolgreiche Frauen mit türkischen Wurzeln, die in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind und die Integrationspolitik in der Region mitgestalten.


Viele davon kennen wir bereits, einige davon sind sogar heute hier anwesend. Und auch diejenigen Erfolgreichen, die eher unbekannt sind, sind in vielen Fällen bestens integriert.


 


Die Integrationspolitik braucht sich keine Gedanken über sie machen. Und das ist gewiss keine Minderheit.


 


Dennoch wünsche ich mir, dass Frauen mit Migrationshintergrund sowohl auf politischen als auch auf beruflichen Ebenen weitere anspruchsvollere Posten übernehmen.


Denn ihre quantitative Präsentation in der Gesellschaft muss ihrer qualitativen Bedeutung entsprechen. Nur so können wir beiden Geschlechtern gerecht werden und eine sozialere Gesellschaft aufbauen.


 


Ich wünsche uns Allen eine informative Veranstaltung und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.