CSU Partisi Bölge Teşkilatı Uyum Çalışma Grubunun Diyalog Etkinliğinde yapılan konuşma

Ece Öztürk Çil 19.04.2012
Dialogveranstaltung des Arbeitskreises Integration der CSU Nürnberg-Fürth-Schwabach
19. April 2012

Sehr geehrter Herr Staatsminister Söder,
Sehr geehrter Herr Frieser,
Lieber Herr Akpınar, Lieber Herr Sormaz,
Sehr geehrte Vereinsvertreter,

Es freut mich sehr, dass der Arbeitskreis Integration der CSU Nürnberg-Fürth-Schwabach erstmalig eine Dialogveranstaltung mit türkischen Vereinen organisiert, um das Miteinander zu stärken.
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland bundesweit Veranstaltungen anlässlich des 50 jährigen Daseins der türkischen Community stattgefunden. Das Miteinander wurde von all seinen Seiten her betrachtet und eine Bilanz aufgestellt.
Die Studien des in Nürnberg ansässigen Amtes für Migration und Flüchtlinge wie auch die veröffentlichten Berichte des Herrn Prof. Dr. Klaus Bade, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Integration und Migration zeigen im Allgemeinen, dass sowohl die Migranten als auch die Mehrheitsgesellschaft sich infolge eines gegenseitigen Austausches gewandelt und geändert haben. Weiter wird festgestellt, dass eine Migrationsgesellschaft tatsächlich existiert.
Diese Feststellung ist positiv. Denn es ist eine Tatsache, dass die Gastarbeiter jener Zeit Generationen großgezogen haben, unter denen sich zunehmend Erfolgsbeispiele befinden. Erfolgsbeispiele, deren Zahl in der türkischen Community stetig zunimmt, sind mit anderen Worten Produkte einer 50-jährigen Migrationsgeschichte. Unter ihnen sind Hauptschulabsolventen, die es bis ins EU-Parlament geschafft haben, Minister, junge Unternehmer, deren Zahl inzwischen bereits 100 Tausend umfasst, Rechtsanwälte, Mediziner, Lehrer und Polizisten.
Mit Freude können wir behaupten, dass Migranten türkischer Herkunft willig und bereit sind, sich für das Land in dem sie leben und für seine Gesellschaft zu engagieren und einen Beitrag zu leisten. 50 Jahre lang haben Mitglieder der türkischen Community sich an Regeln und Rechtsvorschriften dieses Landes gehalten. Es gibt keinerlei Anzeichen einer Integrationsverweigerung.
Es wird aber zu oft der mittlerweile klassische Fehler begangen, die türkische Community als eine homogene Gruppe darzustellen und zwischen den realgegebenen unterschiedlichen Prozessen und Gruppen nicht zu differenzieren. Heute leben in der Bundesrepublik etwa 2,8 Millionen Menschen türkischer Herkunft und das sind nicht nur die Gastarbeiter jener Zeit und deren Kinder und Enkelkinder. Mit den Migrationsbewegungen in den 80’er und 90’er Jahren sowie den Neuzugängen im Rahmen einer Familienzusammenführung entstanden mehrere Integrationsprozesse, die mit verschiedenen Couleurs ineinander übergingen. Die Akteure wurden vielfältig, ihre Identitäten wiesen unterschiedliche Koordinate auf. Umso wichtiger für eine gerechte und realistische Bewertung der Integration erscheint es, die Heterogenität der türkischen Community sowie die Vielfalt der Akteure, die zu unterschiedlichen Zeiten nach Deutschland kamen, mit zu berücksichtigen.
Redet man heute z.B. von Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind –und das sind oft Menschen, die in Deutschland nie eine Schule besucht haben bzw. Menschen, die im erwachsenen Alter nach Deutschland zugereist sind-, muss man auch solche nennen, die diese Sprache leidenschaftlich lieben und meisterhaft mit ihr umgehen können. Feridun Zaimoğlu und Zafer Şenocak sind zwei wunderbare Beispiele hierfür. Die letzte Veröffentlichung gerade des Letzteren müsste eine Pflichtlektüre für jeden sein, der sich mit dem Thema Integration befasst.

Deutschland hat sich in diesem 50 jährigen Prozess gewandelt und ist nun wieder da angekommen, wo es diesmal infolge des demografischen Wandels erneut auf Zuwanderer angewiesen ist. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Schrumpfung sowie der Alterung der Bevölkerung haben Priorität. Dass gut ausgebildete junge Türken zunehmend in die Türkei auswandern und das in Zeiten eines Fachkräftemangels und der Diskussion um Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland, zeigt eine umgekehrte Migrationsbewegung. Junge Türken, die einen „Rückkehrerstammtisch“ in Istanbul gegründet haben, geben als Grund für ihre Rückkehr an, in Deutschland „den falschen Namen“ getragen zu haben. Das ist eben eine der Konsequenzen dieses 50-jährigen Prozesses.

In einer Zeit, in der zahlreiche Veranstaltungen anlässlich des 50 jährigen Jubiläums stattfanden, wurde plötzlich bekannt, dass acht Menschen türkischer Herkunft rechtsextremistischem Terror zum Opfer gefallen sind. Auch das ist eine Konsequenz dieses Prozesses.
Diesen Prozess von allen Seiten und mit der Entschiedenheit, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, zu betrachten, liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. In diesem Sinne wünsche ich mir für die heutige Veranstaltung, der Beginn für einen solchen Dialog zu sein und möchte noch einmal betonen, dass ich jederzeit bereit bin, für diesen Dialog meinen eigenen Beitrag zu leisten.

Vielen Dank.

Pazartesi - Cuma

08:30 - 12:00 / 08:00 - 12:00

08:30 - 12:00
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2.4.2018 2.4.2018 Dini Tatil (Paskalya)
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31.5.2018 31.5.2018 Dini Tatil (Yortu Bayramı)
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24.12.2018 24.12.2018 Noel Arifesi
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